Kliniken mit dem Schwerpunkt für dissoziative Störungen zu empfehlen ist nicht machbar. Jeder Betroffene ist ein individueller Mensch, was dem einen hilft, kann den anderen weit zurückwerfen, daher möchte ich darauf hinweisen, dass die folgende Liste eine Zusammenstellung von Betroffenen ist, welche unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und nur einen kleinen Überblick geben.

Die Website www.vielfalt-info.de hat bereits eine sehr hilfreiche Auflistung mit aktuellen Kliniklisten bereitgestellt:
-> https://www.vielfalt-info.de/index.php/info-material/kliniken

 Ameos Klinikum Heiligenhafen (Schleswig-Holstein)
→ Geheimtipp, 10 Patienten-Plätze, DIS whrl. nicht, generell aber diss. Störungen
https://www.ameos.eu/standorte/ameos-nord/heiligenhafen/ 

Asklepios Fachklinikum Göttingen (Niedersachsen)
→ Sehr gut und kompetent, arbeitet konfrontativ, Rahmenbedinungen gut, evtl. Intervall-Therapien
-> https://www.asklepios.com/goettingen/

Caduceus Klinik Bad Bevensen (Niedersachsen)
→ Evtl. werden keine DIS-Patienten aufgenommen; sehr klein
-> http://www.caduceus-klinik.de/

Dr. Barner Braunlage (Niedersachsen)
→ Whrl. keine Kostenübernahme von den KK
-> https://psychosomatik-barner.de/

Heines-Klinik Bremen
→ Gleiches Konzept wie Bielefeld, Konzept von Reddemann & NIjenhus
-> https://www.ameos.eu/standorte/ameos-west/bremen/ameos-klinikum-dr-heines-bremen/ 

Klinik Hohe Mark Marburg Frankfurt/Main
→ gemischte Erfahrungen, Traumastation
-> https://www.hohemark.de/startseite/

Parkland-Klinik Bad Wildungen (Hessen)
→ Akut- und Rehabereich
-> https://www.parkland-klinik.de/

Ev. Krankenhaus Bielefeld Bielefeld (Nordrhein-Westfalen)
→ Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin
→ Gesetzlich Versicherte nur aus einem Umkreis von 100km
→ Empfehlenswert, selbstbestimmte Entscheidungen, Einbettzimmer
-> https://evkb.de/ 

Wicker-Klinik Bad Wildungen (Hessen)
→ Reine Rehaklinik mit Traumastation für Frauen
-> https://www.wicker.de/kliniken/wicker-klinik/

Klinik Waldschlösschen (Sachsen)
→ Traumatherapie, dissoziative Störungen; eher schlechte Erfahrungen im Bezug auf DIS & Trauma
-> https://www.klinik-waldschloesschen.de/behandlung/stoerungsbilder/dissoziative-stoerungen/

Rheinklinik in Bad Honnef
→ Mittelmäßige Erfahrungen
-> https://www.rhein-klinik.de/startseite.html

EvK Castrop-Rauxel (NRW)
→ Psychiatrische Tagesklinik, Oberarzt hat den Fokus auf Traumafolgestörungen
-> https://www.evk-castrop-rauxel.de/index.php?id=322

Breklum Nordfriesland
→ Psychosomatik sehr gut (andere Abteilungen haben einen schlechteren Ruf)
→ Direkt mit Frau Nickelson (Trauma & DIS spezialisiert)telefonisch für eine Einweisung zusammenschließen
-> https://www.diako-nf.de/unsere-angebote/fachklinik-fuer-psychiatrie-und-psychosomatik/

Klinikum Wahrendorff (Niedersachsen)
→ Qualität ließ wohl nach Chefarzt-Wechsel nach, eher keine Empfehlung
-> https://www.wahrendorff.de/unsere-einrichtungen/kliniken/traumazentrum/

Reha-Klinik Glotterbach
→ Anerkannt als qualifizierte Behandlungsstätte für Psychotraumafolgestörungen bei der DABT (inkl. Dissoziation / DIS)
-> https://www.rehaklinik-glotterbad.de


Alle hier beschriebenen Informationen und Kurzbewertungen kommen von Betroffenen und stellen (natürlich) eine subjektive Bewertung dar.

Linehme

Angehörige von Betroffenen von dissoziativen Strukturen haben oftmals viele Fragen, Unsicherheiten und Sorgen.

Hier möchte ich mich mit dem Thema speziell für Angehörige widmen und hoffe im Laufe der Zeit eine ganze Sammlung von hilfreichen Informationen zusammenzustellen.

 

Was unter Dissoziation verstanden wird habe ich hier bereits ausgeführt.

 Nun stellt man sich als Angehöriger eines Betroffenen aber durchaus die Frage, wie man in so einer Situation denn helfen könnte. Partner, Freunde, Familienmitglieder oder auch Arbeitskollegen können besorgt sein, wie ein „richtiger“ und „hilfreicher“ Umgang mit einem Betroffenen gestaltet werden kann.

Jeder Mensch ist unterschiedlich und vielfältig, das bedeutet auch, dass es immer am besten ist, sich mit dem Betroffenen zu unterhalten, was in diesem Fall helfen kann.

Es gibt kein Patentrezept, welches auf jeden Menschen angewandt werden kann, wohl aber einige Schnittmengen, die man vorab beachten kann:

-    Berührungen sollten vorher abgeklärt werden, ist es vielleicht hilfreich jemanden am Arm zu streicheln oder anzustupsen? Manche Betroffene ertragen Berührungen nicht oder geraten dadurch in eine weitere Notsituation, daher sollte das vorher besprochen werden

-    Ansprechen ist bei vielen Betroffenen ein hilfreicher Ankerpunkt, bei multiplen Systemen kann (!) es hilfreich sein zu erfragen, ob es jemanden im Innen gibt, der direkt helfen könnte

-    Auch wenn während einer Dissoziation der Betroffene nicht ganz aufnahmefähig wirkt ist es wichtig, dass Sicherheit suggeriert wird, daher ist ein „hinter dem Betroffenen“ stehen oder nicht direkt im Sichtfeld sein, bei Vielen ein „NoGo“! Am besten in direkter Sicht zum Betroffenen sich aufhalten!

-    Stress oder Panik hilft keinem, besonders nicht in der bedrohlichen Situation der Dissoziation, also Ruhe bewahren, weder mit Medikamenten noch mit „Maßnahmen“ (Einweisung etc.) bedrängen


Zusätzlich habe ich meine Mitglieder gefragt, was für sie als hilfreich / nicht hilfreich erlebt wird:

Hilfreich wird erlebt:


- mit Vornamen ansprechen
- alles ankündigen, was man tun wird
- bei uns würde anfassen helfen, nicht zu viel (Hand auf den Arm oder ähnliches), nicht allein lassen, ruhig reden
- eventuell Übung zum Reorientieren anleiten, sollte derjenige das hinbekommen
- Dinge aus dem Notfallkoffer anbieten, wenn das abgesprochen ist (Decke und Kuscheltier könnte bei uns ganz gut helfen)

- Uns hilft es angesprochen zu werden und wenn man uns auffordert den Blickkontakt herzustellen
- ein Eispack in den Nacken legen hilft einer Bekannten von uns immer
- ansonsten haben wir gute Erfahrungen mit angenehmen Gerüchen gemacht (Orange als ätherisches Öl)
- wenn es darum geht das ein Alltagsanteil wieder nach vorne soll, ist eine freundliche Bitte (evtl. mit dem Angebot später noch mal raus zu dürfen) hilfreich
- das Datum und den Ort nennen und versichern das wir gerade in Sicherheit sind, am besten mehrfach wiederholen

- Alles stark entschleunigen, absolute Reizarmut von außen
- Nicht alleine lassen
- Decke über den Kopf/Möglichkeit geben, sich zu verstecken und ggf. aus einem Versteck heraus die Umgebung zu betrachten - am besten sind Schränke, wenn ich mich dort verstecken darf
- ganz ruhig reden
- Wärme
- Sagen, wo man ist, wer als Personen da ist, sagen, was jetzt gerade passiert
- Körperkontakt anbieten aber auf keinen Fall von alleine anfassen
- sollte aus gesundheitlichen Gründen medizinische Untersuchung notwendig sein, nur ganz, ganz langsam, jede Bewegung ankündigen, ggf. Narkose
- mit Spielzeuggebrauch (gezeigt) ablenken - z.B. mit Teddys spielen und ich darf zuschauen aus Versteck heraus oder so...
- vertraute Menschen holen

- Mit dem Namen ansprechen und zwar immer wieder, aber nicht zu laut und bitte auch nicht bedrohlich, sonst geraten wir in einen Angstzustand und dann gibt’s definitiv einen Systemcrash
- Anstubsen, Berührungen gehen nicht wegen der Hypersensibilität die ich manchmal habe, aber mit dem Finger anstubsen vorsichtig hat schon mal geholfen
- Ablenken, also wirklich kein Drama draus machen sondern so tun als wär ich noch da und mich einbeziehen in dem was man grad tut, also wenn man fernsieht vielleicht drüber sprechen oder sowas...
- mein Partner hat das letzte Mal immer wieder wiederholt, dass ich jetzt in Sicherheit bin, alles okay ist usw. das hat auch geholfen

- was hilfreich sein kann ist mich mit Vornamen ansprechen, auf keinen Fall auf die Idee kommen mir potentielle Fluchtwege zu versperren. Also so gut gemeintes vor mich hinhocken kann genau das Gegenteil bewirken...
- mich mit meinem Nachnamen ansprechen; betont die Erwachsene; öfter wiederholen; bestimmt und deutlich
- mir sagen, dass ich in Sicherheit bin, dass ich erwachsen bin, welchen Tag und welches Jahr wir haben, wo ich bin, dass ich meine Hände anschauen soll, die eine Erwachsenengröße haben
- die Hand auf meine Hand oder meinen Arm legen, wenn ich es zulasse
- wenn ich nicht reden kann, mir Papier und einen Stift geben
- mir einen Igelball zum Drücken in die Hand geben
- mich gegen Lärm und andere Menschen abschirmen
- wenn ich mich verletzen will, mir beide Hände geben, so dass ich sie fest drücken kann
- mir jede Berührung oder Handlung ankündigen
- mich in Ruhe und alleine lassen

- Die Person beschreibt mir den Fluchtweg (wie komme ich raus, wohin, wo ich allein bin?)
- mich alleine lassen - Sozialkontakt ist da echt nur bedrohlich!
- eine Bedarfstablette in Armlänge hinlegen.

- Ich brauche einzig und allein EINEN Gesprächspartner, der mit mir sachlich und fokussiert ein Thema bespricht.
Eins das nichts mit mir zu tun hat, bei dem ich keine Antworten "in mir" suchen muss
- das Reden über Arbeit, ein Sachthema, oder halt was ganz Konkretes Geschirr das auf dem Tisch steht
- Wenn ich nichts mehr sagen kann, hilft es trotzdem wenn mein Gegenüber das macht und ich mich darauf konzentrieren kann

- raus aus der Situation bei Überforderung, wohin wo ausreichend Platz ist, frische Luft am besten
- einen ruhigen Platz finden, nicht herumlaufen
- wenn vertraute Personen dabei sind geht auch gut Händedruck
- bei Bewegungsunfähigkeit laut und bestimmt aber freundlich mit Namen ansprechen
- auf eine Sache konzentrieren, z.B. das große 1x1 aufsagen, etwas auswendig lernen..



Als nicht hilfreich wird erlebt:


- Kälte
- von hinten kommen
- Blickkontakt erzwingen oder einfordern (führt ganz schnell zu Krampfanfall)
- gezieltes Switchen einfordern (so wurde ich damals abgerichtet für MB)
- zu etwas zwingen
- Medikamente gegen Willen

- Also bei uns geht anfassen gar nicht, das sollte man erfragen

- potentielle Fluchtwege versperren
- von der Seite oder hinten auf mich zukommen und mich einfach berühren
- nicht schnipsen, in die Hände klatschen oder sonstiges was erschrecken kann
- mir nichts "aufzwingen", also keinen Igelball einfach so in die Hand geben oder ähnliches (hab schon erlebt das andere anderen plötzlich Ammoniak unter die Nase gehalten haben...das wäre hier eine absolute Katastrophe)
- egal wie arg es für den oder die die dabei ist sein mag: mir nicht das Gefühl geben das da gerade was "nerviges" passiert das ich kontrollieren könnte
- die Beine an den Knien auf den Boden drücken wenn diese am zittern sind
- die Schultern berühren und / oder versuchen schüttelnde arme "festzuhalten"
- hinterherlaufen und bedrängen wenn ich mir einen Freiraum schaffe und mich bewege

- hinter mir stehen
- mich von hinten oder am Kopf, im Gesicht, am Oberkörper anfassen
- mich bedrängen, damit ich schnell zurückkomme


Ich bedanke mich herzlich hier für die Unterstützung liebe Echo-Mitglieder!



Filme / Serien zum Thema Dissoziation / DIS inklusive Feedback
-unter Bearbeitung-

Mit einem Klick auf einen Titel gelangt man zur Beschreibung. Fehlt etwas? E-Mail! Beschreibungen von wikipedia.org

Auflistung der momentanen Filme / Videos:

Filme Serien
Fight Club Mr. Robot
High Tension United States of Tara
Dedales  
Identity Zeichentrick / Anime
Das geheime Fenster Madlax
Ich, beide & Sie Elfenlied
Split Noir
Psycho El Cazador
Mr. Brocks  
Waking Madison Dokumentationen
  Vererbte Narben - Generationsübergreifende Traumafolgen

 

Filme

 

Fight Club
Der namenlose Protagonist arbeitet für einen großen Autohersteller in einer amerikanischen Großstadt als Rückrufkoordinator und führt ein nach außen unauffälliges, an oberflächlichem Konsum orientiertes Leben. Er verabscheut seinen Beruf und leidet seit geraumer Zeit an Schlaflosigkeit. Um diese zu lindern, nimmt er an Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke teil, indem er vorgibt, selbst unheilbar krank zu sein. Die Anteilnahme der Gruppenmitglieder lindert kurzzeitig die Schlaflosigkeit des Protagonisten, zumindest so lange, bis er dort Marla Singer kennen lernt. Sie ist wie er eine Simulantin, die ebenfalls ungerechtfertigt an Selbsthilfegruppen teilnimmt. Als er dies erkennt, fühlt er sich ertappt und unbehaglich und kann wieder nicht schlafen.

Bekannter guter Film, auf ungewöhnliche Art und Weise wird hier die DIS dargestellt

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  High Tension
- folgt noch -

Dedales
Schon 27 Menschen hat Mauerblümchen Claude eigenhändig umgebracht, als ihr endlich ein exzentrischer Polizeiprofiler das Mordwerk legt. Nun obliegt es dem Psychologen Brennac, Motiv und Seelenzustand der Täterin zu erhellen, auf dass ein Geschworenengericht zu der von der Öffentlichkeit bereits heiß erwarteten Urteilsfindung gelangen kann. Brennac stößt auf ein geradewegs der griechischen Mythologie entlehntes Universum der multiplen Persönlichkeiten, in dem man sich vor Minotaurus besser hütet....

Ein empfehlenswerter Film, der nicht reißerisch als ruhiger Film die DIS einspielt.

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Identity
[...]Währenddessen kann Dr. Malick während der Eilsitzung die Beteiligten davon überzeugen, dass die fremden Persönlichkeiten im Körper Malcolm Rivers’ „hingerichtet“ wurden, was zur Folge hat, dass dieser begnadigt wird. Allem Anschein nach existiert keine der Personen in der Realität; es handelt sich anscheinend nur um gespaltene Persönlichkeiten eines zum Tode verurteilten Serienmörders. In den Gedanken des verurteilten Mörders trafen sie alle das erste Mal aufeinander.

Wer Splatter mag, kommt in diesem Film auf seine Kosten.

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Das geheime Fenster
Nach der Trennung von seiner Frau zieht sich der Schriftsteller Mort Rainey in ein abgelegenes Haus zurück. Während ihn eine Schreibblockade am Arbeiten hindert, wird er mit einem weiteren Problem konfrontiert: Ein seltsamer Mann namens John Shooter beschuldigt ihn des Plagiats bei seiner Erzählung Das geheime Fenster.

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Ich, beide & Sie
Der bei der Rhode Island State Police dienende Polizist der Highway Patrol Charlie Baileygates hat eine etwas naive Natur und so ist es für ihn selbstverständlich, dass er die drei dunkelhäutigen Söhne, die aus einem der Seitensprünge seiner Ehefrau hervorgehen, alleine erzieht, nachdem sie ihn wegen des leiblichen Vaters der Jungen verlässt. Alle drei weisen einen hohen IQ auf und hängen sehr an ihrem Ersatzvater, der von seinen Mitmenschen wegen seines gutmütigen Charakters schamlos ausgenutzt wird.

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Split
Das Leben der beiden in wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsenen Mädchen Claire und Marcia wird zum Albtraum, als sie nach Claires Geburtstagsparty im Auto ihres Vaters von einem unheimlichen Mann gekidnappt werden. Dabei ist auch die Außenseiterin Casey, die Claire nur aus Mitleid eingeladen hat und von Claires Vater überredet wurde, sich von ihm heimfahren zu lassen. Die Mädchen werden betäubt und wachen in einem Kellerraum auf. Der Entführer – Kevin Wendell Crumb – entpuppt sich als Person mit multipler Identitätsstörung.

Horrorfilm, eher schlecht dargestellte DIS, weniger empfehlenswert

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Psycho
[...] Im Polizeirevier erfährt man durch einen Psychologen von Normans gespaltener Persönlichkeit: Einerseits sei er ein schüchterner, unauffälliger Mann, andererseits verkörpere der andere Teil seiner Persönlichkeit seine herrschsüchtige Mutter. Zehn Jahre zuvor hatte Norman sie und ihren Liebhaber aufgrund seiner pathologischen Eifersucht vergiftet. Ihr Tod wurde für Selbstmord gehalten. Als Mrs. Bates begraben werden sollte, hatte er ihren Körper gestohlen und konserviert, um das Verbrechen gewissermaßen ungeschehen zu machen.

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Mr. Brocks
Durch die Besuche von Treffen der Anonymen Alkoholiker konnte er zwei Jahre lang seine „Sucht“ in den Griff bekommen. Eines Tages jedoch kommt sein Alter Ego Marshall zurück – Brooks wird rückfällig und begeht einen Doppelmord an einem Paar, das er kurz zuvor beim Sex in dessen Schlafzimmer beobachtet hat. Nach der Tat stellt Brooks fest, dass die Vorhänge nicht zugezogen waren.

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Waking Madison
Die junge Madison (Sarah Roemer) lebt in New Orleans und ist sehr verwirrt. Eines Tages landet sie völlig verzweifelt bei ihrer Ärztin Dr. Elizabeth Barnes (Elisabeth Shue) und ist gar nicht wieder zu erkennen. Sie hat versucht Selbstmord zu begehen, doch das war nicht das erste Mal. Dr. Barnes klärt Madison auf, dass sie bereits seit Jahren ihre Patientin ist und ständig eingewiesen wird. Sie tut stets Dinge, die eigentlich nicht zu der schüchternen jungen Frau passen, wie zum Beispiel Sex mit fremden Männern zu haben oder Drogen zu konsumieren und anderen Leuten derbe Streiche zu spielen. Ihre ständigen Veränderungen und Verwirrtheiten bestätigen schließlich Dr. Barnes' schlimmste Befürchtungen: Madison leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung, die nicht nur für sie selbst, sondern auch für alle anderen Patienten ihrer Klinik gefährlich werden könnte…

Wer einen shclichten Horrorfilm erwartet wird hier enttäuscht, die DIS wird hier recht gut getroffen! Empfehlenswert!

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Serien

 

United States of Tara
Tara Gregson ist eine verheiratete Mutter mit zwei Kindern. Sie leidet an einer Dissoziativen Identitätsstörung.
Toni Collette spielt alle sieben anderen „Ichs“ von Tara, die bei starkem Stress oder starken Gefühlen die Kontrolle über ihr Verhalten übernehmen.

Eine wundervolle Serie, die teilweise zwar überspitz, grundlegend aber authentisch die DIS widerspiegelt. Unbedingt empfehlenswert!

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Mr. Robot
Elliot Alderson spricht zu einem imaginären Freund und schildert ihm seine Wahrnehmung. Er lebt isoliert von der Außenwelt, hat eine dissoziative Identitätsstörung und leidet unter schweren Angstzuständen, die er durch den Konsum von Morphin zu verdrängen versucht. In seiner Freizeit hackt Elliot die Daten und Rechner seiner Mitmenschen. Dies rechtfertigt er damit, dass er sie vor Bedrohungen schützt. Als Angestellter des IT-Sicherheitsunternehmens Allsafe Cybersecurity in New York ist er für den Schutz des größten Konglomerats der Welt, E Corp (von Elliot stets Evil Corp genannt), zuständig.

Rami Malek spielt mit einer unglaublichen Hingabe den multiplen Elliot. Auch IT-technisch ist die Serie näher an der Realität, als bei den typischen Hollywood-Filmen. Unbedingt empfehlenswert!

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Zeichentrick

 

Elfenlied
[...] Am nächsten Tag wird Lucy, die durch den Treffer eine Persönlichkeitsspaltung erlitt, am Strand von Kohta und Yuka, zwei Studenten, gefunden und mit nach Hause genommen. Die zweite Seite von Lucy ist harmlos und besitzt nicht einmal die Gabe zu sprechen, sie sagt immer nur „Nyu“, weshalb die Studenten sie Nyu nennen (später lernt sie auch andere Worte wie „Kohta“ oder spricht einfache Sätze).

Die DIS spielt hier wichtige aber untergeordnete Rolle, im Fokus steht das Leben von Nyu aka Lucy, Splatter und Co. kommen nicht zu kurz, der Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber: empfehlenswert!

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Noir
Mireille Bouquet (ミレイユ・ブーケ) wurde auf Korsika geboren und ist eine professionelle Auftragskillerin aus Paris. Eines Tages erhält sie eine mysteriöse E-Mail von der japanischen Schülerin Kirika Yūmura (夕叢 霧香, Yūmura Kirika). Sie fordert Mireille auf, mit ihr eine Pilgerreise in die Vergangenheit zu unternehmen. Mireille glaubt erst an einen Scherz, doch dann ertönt eine Melodie, die in ihr eine bruchstückhafte Kindheitserinnerung weckt.



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Madlax
[...] Die beiden irren anschließend durch die Kampfzone und treffen dabei auf Friday Monday und Margarets Vater. Ihr Vater, ein ranghohes Mitglied des Militärs, steht allerdings vollkommen unter dem Einfluss von Friday und ist bereit, seine eigene Tochter zu töten. Poupée versucht, Margaret zu beschützen und wird getötet. In Notwehr erschießt Margaret ihren eigenen Vater. Beeinflusst von der Magie der Bücher und um der furchtbaren Wahrheit zu entfliehen, dass sie eine Vatermörderin ist, teilt sich Margaret in drei Persönlichkeiten. Dies sind Madlax, Margaret und Laetitia.



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El Cazador
Nach der Ermordung von Professor Schneider, einem Physiker, verschwindet sein wichtigstes Versuchsobjekt, das Mädchen Ellis. Nadie, eine lebhafte Kopfgeldjägerin, erhält den Auftrag, Ellis, die unter Amnesie leidet, zu beschützen. Es stellt sich jedoch heraus, dass Ellis bei Gefahr übernatürliche Kräfte freisetzt, die Gegenstände zerstören, Feuer entzünden und auch Menschen töten können. Dennoch wird die Wahrsagerin, bei der sie Unterschlupf fand, getötet. Nadies Auftraggeberin, Jody Hayward, genannt Blue Eyes, arbeitet für einen Dr. Rosenberg, Leiter des geheimen Projekts Leviathan, an dem auch Professor Schneider arbeitete. Nun will Rosenberg Ellis beobachten und setzt dafür auf L.A., der von Ellis wie besessen ist. Jody hat Nadie ohne Rosenbergs Wissen engagiert.



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Dokumentationen

 

Vererbte Narben - Generationsübergreifende
Traumafolgen
Familiengeheimnisse, frühe Prägungen von Angst und Gewalt, körperliche und seelische Traumata, familiärer Stress oder Druck und zementierte Glaubenssätze - all das wirkt sich nicht nur auf diejenigen aus, die es selbst erleiden, es kann sich sogar auf die nachfolgenden Generationen auswirken. Diese entwickeln dann Symptome, als hätten sie das Leid der Eltern selbst erlebt: unerklärliche Ängste, quälende innere Leere, Alpträume und psychosomatische Erkrankungen.



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Ich habe meine Mitglieder gefragt, ob auch Sie 5 Tipps haben, wie man sich die Feiertage im Dezember "schön" machen kann.

Folgendes haben wir gesammelt:

1. Mach dir einen Plan!
Pläne schmieden hilft, wenn unruige Zeiten bevorstehen.
Plane auch mit Uhrzeit was man schönes tun kann.
Der Plan kann auch gestaltet werden, mit Weihnachtsbäumen oder Gänseblümchen! Ganz egal ob die Feiertage dich emotional mitnehmen oder nicht.

2. Finde eine Beschäftigung, die Spaß macht!
Zum Beispiel könnte man die Weihnachtsfeiertage / Sylvester statt mit Weihnachtsthema mit einem Kunterbuntwischiwaschi-Quatsch-Thema gestalten! Bemalte Eierschalen an die Topfpflanze? Konfetti in den Blumentopf?
Was könnte Spaß machen? Intergriere das in deinem Plan!

3. Lecker Schmecker Essen
An dem Tag, den du für dich (und deine Lieben) es besonders schön haben möchtest (Weihnachten, Sylvester, die Tage dazwischen) wäre es doch klasse das absolute Lieblingsessen sich+ zu kredenzen. Bohneneintopf mit Brot von gestern? Klar! Smartieskuchen und Glühwein? Na immer her damit.
Integriere auch dies in deinen Masterplan!

4. Steck den Kopf unter die Decke
Wenn alles zu viel wird, der Trubel unerträglich ist oder wird, dann gönne dir Deckenzeit. Kuschel dich ein in das was dir am wohligsten ist, vielleicht in warmes Badewasser oder Wärmedecke und tu einfach gar nix.
Man muss nichts tun an Feiertagen, aber es ist gut für sich zu sorgen.

5. Tue nichts, was du nicht willst.
Manchmal sind die äußeren Gegebenheiten schwierig, aber man kann das Außen mit dem Innen in Einklang bringen. Du hast keine Lust auf irgendwelche Feiern oder du willst lieber ganz alleine für dich sein? Tu es. Es gibt kein Gesetz, welches dir sagt, wie du deine Feiertage gut überstehen und auch genießen kannst. Traue dich und wenns mit einer Notlüge ist! Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Sorge gut für dich.

Linehme


1. erlaube dir ehrlich zu dir selber zu sein, unabhängig davon was andere von dir wollen.
2. erkenne an das schon "normale" menschen oftmals an den feiertagen die "grätsche" machen
3. da es um die stabilität deines systems geht und nicht um "ist halt mal anstrengend" erlaube dir gegenüber deiner familie auf für dich notwendige grenzen zu bestehen. (z.b. keinerlei alkoholkonsum während der gemeinsamen zeit)
4. organisiere dir notfallkontakte die telefonisch oder persönlich erreichbar sind - und das auch am 24.12. rund um die bescherungszeit
5. wenn vorhanden: bedarfsmedikation sowie andere krisenhelfer griffbereit haben.

Lamorada



1. Ich darf an den Feiertagen alleine sein, wenn ich will und muss mich nicht rechtfertigen!
2. Es gibt keine Pflichten, ich muss nicht in die Kirche, ich muss keinen anrufen und auch sonst nichts was ich nicht will.
3. Ich muss nicht "glücklich sein" spielen, wenn wir traurig sind, ist das genauso in Ordnung wie, wenn wir uns gut fühlen.
4. Eine Liste mit Aktivitäten die uns gut tun machen und evtl. notwendiges einkaufen.
5. Nicht am 24.12. oder 31.12. einkaufen und uns stressen lassen, sondern vorher alles besorgen.

Klatschmohn



1. eigene, angenehme Traditionen pflegen, die die Feiertage zu etwas freudvollem machen, z.b. mit freunden feiern
2. ich nehme mir seit der guten Erfahrung vom.letzten Jahr ein Projekt vor, mit dem.ich die whg verschönere. Letztes Jahr hab ich einen küchenschrank aufgebaut, dieses Jahr werde ich Vorhänge fürs Schlafzimmer nähen und anbringen.
3. viiieeel schlafen und gesundes leckeres essen da haben
4. mit netten Menschen chatten oder telefonieren, am besten live treffen für eine kleine Weile, vllt 30 min
5. schöne beschäftigung: TV, netflix, DVDs vorher raussuchen, schöne handyspiele, ein puzzle, Rätsel usw

Nimisha



1. Mir selbst sagen: ich bin willkommen und liebenswert, so wie bin:))
2. Es mir selbst in der Wohnung so gestalten, dass ich mich wohlfühle.
3. Mich mit Essen und Trinken versorgen.
4. Etwas Schönes innerhalb und außerhalb der eigenen Wohnung planen und durchführen-
z.B. Kekse backen, Spaziergang, ein Kinobesuch, ein kleines Konzert...
5. Wenn es geht eine Verabredung haben.

Alishba



1. Plan: Schwierige Tage durchplanen, Highlights setzen
2. Erste-Hilfe-Koffer: Was hilft, wenn doch eine Krise kommt.
3. Raus in den Schnee und Skifahren
4. Mit Mann und Sohn zusammen sein
5. darauf achten, dass genug gegessen und getrunken wird (und es darf an diesen Tagen auch ruhig mal etwas Besonderes sein)

Butterfly

 

Seit vielen Jahren nun beobachte ich die deutschsprachige Online-Community zum Thema dissoziative Identitätsstörung und Dissoziationen. Ich kenne soweit alle größeren Seiten, Blogs und Foren, beobachte ob sie noch aktiv genutzt werden oder sich im Sand verlaufen.

Seit einigen Monaten, konkret bereits um Januar 2018 bemerke ich einen seltsamen Rückgang von Angeboten Betroffener für Betroffene. Websites sind plötzlich und ohne Information nicht mehr erreichbar, Foren werden geschlossen, Blogs nicht mehr gepflegt und viel Auftritte die zuvor über Jahre ein fester Bestandteil für Informationen über DIS & Co. waren vom Netz genommen wurden.
Einerseits ist es nicht ungewöhnlich, dass Websites irgendwann aus Gründen wie DSGVO & Co. / fehlende Zeit oder Interesse vom Netz genommen werden. Das Forensterben ist nicht erst seit diesem Jahr ein mir bekanntes "Phänomen", begründet durch soziale Medien wie Facebook und Twitter werden so schneller andere Arten von Kommunikation gewählt.

Auffällig ist, dass aktuell besonders intensiv daran gerarbeitet wird das Thema satanisch-ritueller Missbrauch als Mythos abzustempeln oder als Hirngespinnst von "opfermachenden Therapeuten" zu betiteln. In den Jahren zur Dutroux oder Höllenleben-Zeit war vorallem der Tonus einiger nennen wir sie "Vereinigungen" (ich gehe hier nicht von Einzeltätern aus), dass die dissoziative Identitätsstörung shclicht nicht existiere und lediglich eingeredet wird von xyz oder die Betroffenen nur nach Aufmerksamkeit haschen. Mittlerweile stelle ich fest hat sich der Inhalt geändert, es wird mitgeteilt, dass es DIS zwar gäbe, aber mit Sicherheit keine organisierte Gewalt mit Sektenhintergrund.

Es sind keine einzelnen Menschen die parallel und unabhängig voneinander derartigen Lügen verbreiten und mit vermeintlich "wissenschaftlich fundierten" Arbeiten das genau untermauert wird. Zusätzlich werden sehr gerne Wissenschaftler, Professoren und Doktoranten miteingespannt, wo nicht ganz klar ist ob jene auf der Gehaltsliste stehen (ergo Geld mit der organisierten Ausbeutung in welchem Rahmen auch immer verdienen) oder schlicht um ihr Leben bangen.
Ich erkenne, dass Veranstaltungen zur täternahen Gegendemonstration verbreitet werden. Auch hier findet man Polizisten, Kirminalpsychologen, Richter und Co. die einen größeren Namen haben und daher sehr gerne eingeladen werden.

Weiterhin werden Belege dafür herangezogen, dass rituelle Gewalt nicht existiere und genau hier haben wir einen großen Fehler: "Bewiesen werden kann nur, dass etwas existiert, nicht dass etwas nicht existiert" (Zitat aus dem Artikel des Betroffenenrates, siehe Link am Ende des Beitrages).

Es ist mehr als gruselig, wenn man feststellt, dass sogar Betroffene sich "plötzlich" auf die andere Seite stellen und ihre Webangebote schließen um Vereinigungen beizutreten, die offensichtlich aus täternahen Kreisen bestehen. Das zeigt vorallem eines: Aktuell wird besonders intensiv versucht "verloren gegangene Schäfchen" wieder einzufangen.
Von Betroffenen organisierter Gewalt ist mir auch bekannt, dass viele mit starken körperlichen Symptomen aktuell zu kämpfen haben, mehr als normal, mehr als üblich. Sicher auch Betroffene werden nicht älter, trotzdem ist es erwähnenswert, da es auffällig ist im Vergleich zu den Vorjahren.

Um anderen eine Hilfestellung zu geben, die auf irgendeine Art und Weise mit dem Thema in Berührung kommen oder kamen, empfehle ich hier zwei deutschsprachige Links:

www.beauftragter-missbrauch.de

Ein Artikel vom Betroffenenrat vom 03.07.2018, welcher ein Statement zum Umgang mit ritueller Gewalt ausgearbeitet hat.

www.infoportal-rg.de

Ansammlung von Gerichtsurteilen und wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema "Rituelle Gewalt".

Ich kann nur empfehlen sich ein eigenes Bild zu machen und zu lernen echte Fake-News und täternahe Websites selbst zu erkennen.

Linehme