Partial dissociative identity disorder - pDID / Partitielle dissoziative Identitätsstörung pDIS
(Complex Dissociative Intrusion Disorder - CDID / komplexe dissoziative Intrusionsstörung - KDIS)


Die Arbeitsgruppe, rund um die dissoziativen Störungen beim ICD11, hat den Vorschlag veröffentlicht, dass das Zustandsbild der DSNNS (dissoziative Störung nicht näher spezifiziert) soll in die oben genannte Störung umbenannt werden. In TT Band I und II (2016) hat Nijenhuis die CDIS als "minor DID", also nicht voll ausgeprägte DIS bezeichnet.
Damit soll aber nicht die dissoziative Identitätsstörung abgwertet werden, sondern ein passenderes Symptombild beschrieben werden:
Das Alltags-Team (die Alltagspersönlichkeit), also der oder die dissoziativen Anteile, die für das Managen der regelmäßigen Aufgaben (Arbeit, Essen / Trinken, Schlafen, Kontakte etc.) veranwtortlich sind, ist die meiste Zeit "vorne" und wird aber von verschiedenen emotionalen disso. Anteilen intrudiert (intrudieren = eindringen / einziehen).
Heißt im Klartext: Das Alltags-Team/ANP ist permanent da, wird aber von anderen Anteilen immer wieder "gestört" im typischen Doing.
-> Anmerkung: Ich persönlich finde dies etwas irritierend, denn diese Beschreibung finden bei soweit mir allen multiplen Menschen statt. Dabei ist es irrelevant ob DSNNS / DIS / PolyDis. Sofern sich das System auf irgendeine Art organisiert hat, gibt es mMn immer ein Alltags-Team / Alltags-Anteil und andere Anteile die eben nicht permanent vorne sind. Ich hoffe dies wird noch genauer abgegrenzt.

(siehe "Die Trauma-Trinität: Ignoranz - Fragilität - Kontrolle: Enaktive Traumatherapie" von Ellert Nijenhuis 2018)

 

[unter Bearbeitung]